Wahres Vertrauen kann nicht gebrochen werden

Immer wieder wird Vertrauen „mit etwas im Griff haben“ verwechselt.
Vertrauen lässt komplett los. Im wahrhaftigen Vertrauen hast du rein gar nichts mehr im Griff. Es ist frei von jeglichen Erwartungen und Vorstellungen.
Vertrauen ist absolutes Nichtwissen.
Vertrauen ist pure Hingabe an das Leben.

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VERTRAUEN bedeutet komplett loslassen, Vertrauen ist pure Hingabe.
Vertrauen heisst, nicht zu wissen, was kommen mag. Vertrauen bedeutet bereit zu sein, loszulassen, sich dem Leben voll und ganz hinzugeben und dabei alles, bedingungslos anzunehmen, was kommen mag.
Vertrauen ist für mich das gefühlte tiefe Wissen, dass alles gut ist, wie es ist. Das Gefühl von „vom Leben getragen werden“ fernab von jeglichem Beschreib-, Greif- und Vorstellbaren. Da ist nichts mehr, woran du dich festhalten kannst.

Immer wieder lese oder höre ich, wie Menschen sagen, mein Vertrauen wurde gebrochen oder verletzt. Das ist absurd.
Wahres Vertrauen kann nicht gebrochen werden, weil du ja im Vertrauen alles losgelassen hast. Da gibt’s nicht mehr, woran du dich festhältst, was du erreichen, kontrollieren und verändern musst. Da ist nichts mehr.

Vertrauen wird oft mit „etwas im Griff haben“ verwechselt. Dabei wird mehr oder weniger bewusst irgendetwas erwartet.

Was gebrochen, verletzt bzw. nicht erfüllt werden kann, sind diese Erwartungen, Vorstellungen und scheinbaren Abmachungen.
Du kannst enttäuscht werden, weil Du etwas erwartest hast. Du hattest eine Vorstellung davon, wie etwas oder jemand zu sein hat.
All das hat rein gar nichts mit Vertrauen zu tun, sondern ist das pure Gegenteil davon. Es ist nichts anderes, als die Kontrolle behalten zu wollen, Menschen, Situationen und das Leben an sich steuern, beeinflussen und nach seinen Vorstellungen verändern zu wollen.

Werden diese Erwartungen nicht erfüllt, wird dann oftmals gesagt, er bzw. sie hat mich verletzt. Dabei geht es nur um Dich, nie um den/ die anderen. Es ist dein Gefühl, dein Schmerz. Durch diese oft sehr schmerzhafte Erfahrung hat dir dein Gegenüber im Grunde genommen nur den Spiegel vorgehalten und dich dabei unterstützt, dir dies bewusst zu werden.

Im Vertrauen fällt all dies weg, da ist nichts mehr, woran du dich festhalten musst.
Vertrauen setzt voraus, all dies loszulassen und dich in den Fluss des Lebens fallen zu lassen. Vertrauen ist frei von Bedingungen.

Vertrauen ist, wenn du wirklich bereit bist, dich in diese unendliche Weite der Ungewissheit, dieses Nichtwissen fallen zu lassen. Dabei kannst du schlicht und einfach nicht wissen, wo du hinfällst. Und dennoch bist du bereit, zu springen, den nächsten Schritt zu wagen und dafür zu gehen. Das ist Vertrauen.

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