Meine Geschichte: Kurz vor dem Abgrund, entschied ich mich zu leben

Lange Zeit glaubte ich, ich wäre die Einzige, welche mit all diesem Wirrwarr an Gedanken und Gefühlen zu kämpfen hatte. Ich fühlte mich als Versagerin und hatte Angst, darüber zu sprechen.
In einem männerdominierten Arbeitsumfeld gab es keinen Platz für Gefühle – und doch spürte ich, dass unglaublich viel verschwiegen wird. Ich war längst nicht die Einzige, welche am Limit ihrer Kräfte stand – aber niemand sprach darüber. Schliesslich ging es um Ansehen, Leistung, Stärke und Erfolg.
Heute kann ich in Frieden zu all meinen Erfahrungen stehen.
Ich weiss und habe es selbst erfahren, das Leben hat viel mehr zu bieten, als den Alltag nur in einem roboterähnlichen Zustand hinter uns zu bringen. Ja, wir können frei sein!
(Text Nov. 2017)

girl-2786277_1920

Gefangen im Hamsterrad – Die Macht unserer Illusionen

Morgens in aller Frühe aufstehen, mich völlig schlafbetrunken ins Büro schleppen, mich dort in die endlosen Berge von Arbeiten stürzen, den ganzen Tag ununterbrochen Leistung erbringen, mich spät abends wieder nachhause schleppen, noch schnell etwas essen, kurz und völlig geistesabwesend ein paar Worte mit meinem Liebsten austauschen und mich dann todmüde ins Bett fallen lassen – genau das war mein (Lebens-)Alltag.Und am nächsten Tag ging das Ganze wieder von vorne los. Zu meinen Rekordzeiten nicht selten an 7 Tagen die Woche.

Von Leben war da eigentlich keine Rede mehr. Ich funktionierte – wie ein Roboter. Die zu erledigende Arbeit schien endlos. Das Büro war sozusagen mein Zuhause. Die Arbeit hatte immer erste Priorität. Ja, ich lebte für die Arbeit. Ich dachte das muss so sein – insbesondere, wenn man erfolgreich und glücklich sein möchte.

Arbeiten bis zum Umfallen, aus tiefster Angst, plötzlich nichts mehr wert zu sein

Jahrelang habe ich mich komplett über die Arbeit definiert, mich von den in unserer Gesellschaft geltenden Werten und Normen leiten lassen. Ich wollte Erfolg-Reich sein. Dabei erschien dieses „mit dem Strom schwimmen“, für mich wohl einfach der einfachste und erfolgsversprechendste Weg zu sein – insbesondere, um nirgends anzuecken und als Person nicht in Frage gestellt zu werden. Lob, die entsprechende Anerkennung und Erfolge blieben auf alle Fälle nicht aus.

Ich leistete, ich funktionierte und in den meisten Fällen hatte ich auch Spass dabei. Und so paradox dies klingen mag, ich liebte es, meine eigenen Leistungsgrenzen auszuloten. Auf diese absurde Art und Weise gelang es mir, in Kontakt mit mir selbst zu kommen, mich selbst einigermassen wieder zu spüren – und wohl genau dadurch offenbarte sich dann dieses Gefühl von Genugtuung, Befriedigung und trügerischer Freude.

Letztendlich war mein Wohlergehen aber von meiner Leistung abhängig. Das wurde mir vor allem an den Tagen bewusst, an welchen ich mit meiner Arbeit nicht vorwärts kam bzw. nicht viel erledigte – dann fühlte ich mich enttäuscht und mich wertlos. Das war wiederum ein Grund mehr, mich noch tiefer in die Arbeit zu stürzen und noch härter mit mir selbst zu sein.

Und natürlich, tauchten da auch all die Fragen über den Sinn des Ganzen auf. Diese stellten rigoros alles in Frage und somit empfand ich diese als Belästigung und zusätzliche Belastung, so dass ich diese einfach verdrängte.

Ist das wirklich alles, was das Leben mir zu bieten hat?

Ja, ganz tief in meinem Innersten, war dieser Funken Hoffnung, dieser Lichtblick, dass das Leben doch mehr zu bieten hätte. Etwas schrie nach Freiheit. Immer öfter spürte ich, dass ich mir selbst etwas vormachte, ich einfach eine Rolle spielte, welche mir selbst gar nicht entsprach.

Gleichzeitig fühlte ich mich in meinem Handlungsspielraum äusserst eingeschränkt und glaubte, dass nur ganz besondere und auserwählte Menschen ihr Leben nach ihren wahren Wünschen und Träumen gestalten könnten.

Ich fühlte mich wie eine Gefangene.

Es waren diese scheinbar vorgegebenen gesellschaftlichen Strukturen, die Illusion den Erwartungen anderen entsprechen zu müssen, das Bedürfnis erfolgreich zu sein sowie der Wunsch nach vermeintlicher Absicherung, welche mich zum Erstarren brachten.

Am Tiefpunkt meines Lebens angelangt

Rigoros hielt ich also an meinen so scheinbar erstrebenswerten Karrierezielen fest – und zwar solange, bis ich fast komplett den Kontakt zu mir selbst verlor. Ich hatte keine Ahnung mehr, wer ich eigentlich bin, was ich kann und will.

Ich litt, war am Ende meiner Kräfte und war kurz davor, meine letzte Hoffnung aufzugeben. Meine Wahrnehmung war komplett eingeschränkt. Da war absolut kein Raum mehr für irgendwelche Inspirationen von aussen. Ich war nur noch mit mir selbst beschäftigt.

Verzweifelt versuchte ich mein unaufhörliches Gedankenwirrwarr in den Griff zu kriegen und mich an irgendetwas festzuhalten. Aber da waren nur noch diese übermächtigen inneren Stimmen „Du musst das schaffen, du musst stark sein“, „Du darfst auf keinen Fall Schwäche zeigen“, „Jetzt hast du bereits so viel Zeit in dein Vorhaben investiert, hast gekämpft und gelitten, jetzt kannst du doch nicht einfach aufgeben“ und unzählige mehr.

Um mir selbst zumindest ein wenig das Gefühl von Sicherheit zurückzugeben, versuchte ich alle und alles um mich herum zu kontrollieren. Aber das machte die ganze Situation noch viel schlimmer.

Ich war so verunsichert, dass ich mich nicht mal mehr auf mich selbst verlassen konnte. Ich hatte Angst, es alleine nicht mehr zu schaffen. Oftmals weinte ich nur noch – aus ganz unerklärlichen Gründen – und dafür fühlte ich mich schlecht.

Ich erlebte Stress auf allen Ebenen – oh ja, Stress war mein Dauerzustand.

Oftmals konnte ich kaum mehr atmen, nicht selten spürte ich mein Herz rasen, die Brust stechen und immer öfters schmerzte mein Rücken so fest, dass ich mich kaum mehr bewegen konnte. Aber ich ging jeden Tag zur Arbeit, unermüdlich, denn ich wusste, würde ich nur einmal fehlen, wäre es wohl um mich geschehen. Irgendwie musste ich es doch schaffen!

Ich fühlte mich wie ein Hamster in einem Laufrad. Ich rannte und rannte und wusste nicht mehr wofür und wohin! 

Ich war komplett gefangen in meinen eigenen Programmierungen. Denn in Wahrheit war ja niemand da, der mir gesagt hätte, du musst das machen oder der mich gar dazu gezwungen hätte.
Alles existierte nur in meiner Vorstellung.
Alles war nur Illusion.

Im Grund genommen war ich doch auch nur ein ganz verletzliches Menschenkind, welches wie jedes von uns, nur erkannt und geliebt werden wollte, genauso wie es eben ist – ohne Wenn und Aber, ganz in seiner unverwechselbaren Einzigartigkeit.

Meine Erlösung – Der Wahrheit ins Gesicht sehen

Ich stand am Tiefpunkt meines Lebens. Ich fühlte mich kraftlos, völlig verunsichert, verzweifelt, immer kurz vor einem Tränenausbruch und meine letzte antreibende Kraft – die Hoffnung, dass sich die extreme Arbeitsbelastung in naher Zukunft deutlich verringern würde – schwand von Tag zu Tag. Enttäuschung und Resignation machten sich in mir breit.

Mein einziger Hoffnungsschimmer in dieser scheinbar aussichtslosen Situation war die bevorstehende dreiwöchige völlig planlose Reise durch Vietnam. Nach rund 1.5 Jahren gönnte ich mir endlich Urlaub. Zeit für mich und mit meinem Liebsten. Obwohl ich ja sonst alles unter Kontrolle haben wollte, war für mich ganz klar, dass ich für meine Mitarbeitenden nicht erreichbar sein werde bzw. nur im äussersten Notfall, welcher sowieso nicht eintreten würde. Denn das war auch so eine meiner Illusionen, zu meinen, unersetzlich zu sein.

Reisen war für mich schon immer der Inbegriff von Freiheit.

Auf Reisen fühlte ich mich frei. Ich war einfach ganz mich.

Noch ganz unbewusst, spürte ich bereits damals tief in meinem Innersten, dass sich während dieser Reise etwas ganz Grundlegendes in meinem Leben verändern würde.  Gleichzeitig hatte ich überhaupt keine Ahnung, ob und wie ich überhaupt mal aus diesem Hamsterrad rauszukommen würde. Ich war so festgefahren, mein selbstgestaltetes Gefängnis war so unglaublich klein, nichts schien mehr möglich. Mein Wahrnehmungsfokus war so eingeengt, dass ich mir rein gar nichts mehr vorstellen konnte.

Reisen – einfach mich sein und fühlen was ist

Dann ging es endlich los. Zuerst waren wir mit dem Fahrrad im südlichen Regenwald unterwegs, anschliessend auf dem Motorrad durch halb Vietnam – fernab von jeglichen Touristen und gesegnet von herzberührenden Begegnungen.

Und da liess ich all meinen Gedanken, welche ich in den letzten Monaten verdrängt hatte, einfach freien Lauf.

Meinen Blick liess ich ziellos über die wundervollen Landschaften schweifen. Ich lebte. Ich genoss mit all meinen Sinnen. Fühlte mich frei. War ganz bei mir.

Und dann liess ich ihn zu diesen Schmerz – den höllischen Schmerz versagt zu haben.

Ich liess sie zu, die Angst vor meinen eigenen echten Gefühlen. Ich liess sie zu, die Angst, dabei die Kontrolle zu verlieren – diesen unberechenbaren Gefühlen vollkommen ausgeliefert zu sein.

Ich hatte in den letzten Monaten sämtliche Körperempfindungen einfach verdrängt. Ich hatte mich völlig von mir selbst entfremdet. Schon fast zwanghaft forderte ich mich immer noch etwas mehr über meine eigenen Grenzen heraus. Es machte mir Spass auszutesten, was ich wirklich alles zu leisten vermochte. Dabei ignorierte ich sämtliche körperlichen Warnsignale. Es war für mich die einzige Möglichkeit, mich selbst wieder wahrzunehmen.

Ich liess sie zu, die Angst vor Veränderung und der Ungewissheit darüber was kommen würde.

Ich liess sie zu, die höllische Angst, vor dem Anderssein und dadurch nicht mehr gesehen, anerkannt und geliebt zu werden.

Ich liess sie zu, diese unbeschreiblichen und nicht erklärbaren Existenzängste.

Ich liess sie zu, die Wut. Diese Wut über die ganze Welt, welche mir so ungerecht erschien. Aber da war auch diese unglaubliche Wut über mich selbst, dass ich mir das alles angetan habe. Ich war von mir selbst enttäuscht und fühlte eine tiefe Trauer.

Und dann war diese endlose und unerklärliche innere Leere. Nun hatte ihn ich ihn ja, den beruflichen Erfolg und reichlichen Verdienst. All das habe ich mir doch immer gewünscht, dafür habe ich doch so hart gearbeitet, gekämpft, gelitten und zurückgesteckt. Jetzt müsste ich doch einfach zufrieden und glücklich sein! Aber wo zum Teufel war dieses Glücksgefühl? Da war nicht mal ein klitzekleiner Funken von Zufriedenheit.

Da war schlicht und einfach gar nichts – nur endlose Leere.

Meine Erlösung

Hier in Vietnam, fernab meines Alltags gelang es mir endlich meine ganze Situation aus einem realistischen Blickwinkel von aussen her zu betrachten.

Erst jetzt wurde mir plötzlich bewusst, wie gesundheitlich angeschlagen ich eigentlich war.

Gleichzeitig wurde mir plötzlich klar, dass es nun an der Zeit für eine bedeutungsvolle Entscheidung war, deren Auswirkungen gegensätzlicher wohl nicht sein konnten.

Entweder ich führe mein Leben so verbissen weiter wie bisher und opfere mich für andere auf, bis ich mit höchster Wahrscheinlichkeit früher oder später kollabiere oder aber, ich entscheide mich nun für mich und fürs Leben. Ja genau, ganz egoistisch, einzig und allein für mich.

Zugleich wurde mir bewusst, dass mir diese Entscheidung niemand abnehmen kann und ich vergeblich auf die Erlösung von aussen warte. Ich habe mir da definitiv selbst etwas vorgemacht. Es war für mich überhaupt kein Problem, in der Rolle als Führungskraft Verantwortung für andere zu tragen. Aber Verantwortung für mich und mein Leben zu übernehmen, das schien fast ein Ding der Unmöglichkeit, davor hatte ich panische Angst.

Und so liess ich sie zu, die Angst vor der wahrhaftigen Verantwortungsübernahme und der dahinter verborgenen Angst, etwas falsch zu machen, zu versagen und allen weiteren möglichen Konsequenzen.

Ich liess alles zu. Hörte auf zu kämpfen. Ich liess komplett los.

Ich fühlte mich wie ein Häufchen Elend. Es war schrecklich.

Gleichzeitig fühlte ich mich mir selbst so nahe, wie schon lange nicht mehr und irgendwie erleichtert, dass einfach alles mal sein durfte, wie es tatsächlich ist. Eine riesige Last fiel von meinen Schultern. Endlich durfte etwas in mir heilen.

Hiermit offerierte mir das Universum die Möglichkeit, zu lernen wirklich Verantwortung zu übernehmen – Verantwortung für mich selbst und mein Leben.

Start meiner Abenteuerreise ins Leben – einfach frei sein

Ich war bereit für die radikalste Veränderung in meinem Leben.

So weitermachen wie bisher, war für mich keine Option mehr. Ich hatte genug gelitten und angesichts dessen hatte ich auch nichts mehr zu verlieren.

Ich entschied mich, mein Leben selbst in die Hand zu nehmen.

Ich wusste, da gab es nur die Kündigung. Dies war eine Entscheidung gegen eine meiner zutiefst verankerten Überzeugungen: „Was du angefangen hast, ziehst du auch durch. Du darfst nicht aufgeben. Du musst stark sein.“

Ja, in diesem Sinne habe ich aufgegeben. Und das tat unheimlich weh. Aber gleichzeitig gab ich mir endlich die Erlaubnis für mich selbst einzustehen, nicht perfekt sein zu müssen, endlich Mensch zu sein. Mich von all diesen Zwängen zu lösen und endlich frei zu sein. Ich war das wohl erste Mal radikal ehrlich zu mir selbst.

Mit den wenigen Kräften, die mir zu dieser Zeit noch zur Verfügung standen, fasste ich also allen Mut, das erste Mal in meinem Leben wirklich für mich einzustehen und wahrlich Verantwortung für mich selbst und mein Leben zu übernehmen.

Ich liess die Vergangenheit hinter mir und war bereit für einen Neuanfang

Ich zog einen Schlussstrich, hängte meinen gut bezahlten Job an den Nagel und entschied mich für eine unbestimmte Auszeit. Ich liess die Vergangenheit hinter mir und war bereit für einen Neuanfang. Das wohl erste Mal in meinem Leben stand ich ohne Pläne da. Ich hatte keine Ahnung, was in einem Jahr sein wird.

Und paradoxerweise war meine Angst vor der Ungewissheit, welche mich jahrelang daran gehindert hat, etwas neues Auszuprobieren, nun wie weggeblasen. Erleichterung machte sich breit. Ich fühlte mich befreit und dem Leben nahe.

Ich wusste, diesen Entscheid werde ich nie in meinem Leben bereuen. Da gab es keinerlei Zweifel, ich fühlte mich im Einklang mit mir selbst und im Vertrauen.

Es war ein Entscheid tief aus meinem Herzen heraus.
Alles fühlte sich einfach richtig an.

Zum Leben erwacht, um MEIN Abenteuer zu leben

Jahrelang habe ich mich darin geübt, professionell Rollen zu spielen und den Erwartungen der Gesellschaft gerecht zu werden. Dabei habe ich mir selbst etwas vorgemacht, habe immer wieder meine eigenen Grenzen überschritten, meine Wünsche und Bedürfnisse für die Zukunft aufgehoben und mich letztlich komplett von mir selbst distanziert. Ich habe das Leben anderer gelebt.

Nun stellte ich plötzlich fest: Das Leben ist in den letzten Jahren einfach ganz unbemerkt an mir vorbei gezogen. Ich habe so viel verpasst. Gleichzeitig war ich aber unendlich dankbar darüber, dass ich mir dessen nun bewusst wurde und ich somit die Möglichkeit erhielt, dies ab sofort zu ändern.

Ja, nun wollte ich leben. Und so startete ich meine Abenteuer-Reise ins Leben… eine Reise zu mir selbst… Schritt für Schritt…

Ich lernte dankbar zu sein. Ich erkannte, dass das Leben ein wundervolles Geschenk und alles andere als selbstverständlich ist.

Ich hörte auf Pläne zu machen und mir Ziele zu setzen. Meine Reise ist das Ziel – wahrhaftig leben zu lernen.

Ich lernte mich im geduldig sein, Annehmen und im Sein.

Ich erkannte, dass ich nicht mein Verstand bin. Ich lernte, vom Denken ins Fühlen zu kommen.

Ich lernte zu vertrauen – mir selbst und dem Leben gegenüber.

Ich lernte mich in bedingungsloser Liebe.

Ich erkannte, dass jeder Mensch in seiner Einzigartigkeit perfekt und vollkommen ist. Ich lernte mich anzunehmen und zu lieben, wie ich bin. Nur aus unserer Einzigartigkeit heraus können sich Glück, unsere Gaben und unser wahres Potenzial offenbaren.

Ich erkannte in der Erweiterung des Bewusstsein den Sinn meines Lebens. Es geht darum, sich bedingungslos auf das Leben einzulassen und das Leben zu erfahren.

Ich habe selbst erfahren, dass das Unvorstellbares möglich wird.

Es war im wahrsten Sinne des Wortes eine Abenteuerreise und alles andere als immer einfach. Gerade im ersten Jahr meiner Auszeit wurde ich oftmals regelrecht auf die Probe gestellt. Aber noch nie in meinem Leben fühlte ich mich so lebendig, frei und von Glück erfüllt. Und ich werde dieses Abenteuer weitergehen bis zum Ende meines Lebens.

Mein Wunsch – Mich bedingungslos auf das Leben einlassen und das Leben erfahren – Ein Leben in Authentizität

Mein Wunsch ist es, mein Leben zu leben und dabei meine Einzigartigkeit zum Ausdruck zu bringen. Meinen Lebensweg im bewussten Sein, Schritt für Schritt zu gehen, dabei geht’s mal schwungvoll und schnell, mal träge und langsamer vorwärts. Alles darf sein, genauso wie es eben ist. Es ist unmöglich und wäre auch sehr einschränkend, bereits im vornherein wissen zu wollen, wer ich morgen oder sonst wann in der Zukunft sein werde.

Erst durch meine tagtäglichen Erfahrungen kann ich erkennen, wer ich in Wirklichkeit bin oder eben nicht, was mir Freude bereitet, worin meine Stärken und Schwächen liegen und genau dadurch komme ich mir immer ein bisschen näher. Ich muss nichts Bestimmtes mehr erreichen, niemandem mehr etwas beweisen. Ich will nur noch mich sein.

Ich will das Leben erfahren.

Ich bin zum Leben erwacht.

ICH BIN.
ICH LEBE.
ICH LIEBE.
ICH VERTRAUE.
ICH BIN DANKBAR.
ICH FÜHLE MICH FREI.
ICH BIN BEI MIR ANGEKOMMEN.
ICH KANN AUS MEINEM EINZIGARTIGEN SEIN HERAUS SCHÖPFEN UND WACHSEN.

Und genau darin offenbaren sich mir die unendlichen Wunder des Lebens und das Gefühl von innerem Frieden. Das fühlt sich wahrhaftig nach Leben an. Das ist für mich der Inbegriff von Freisein.

Das heisst, jedoch nicht, dass alles nur noch Freude, pure Harmonie und Sonnenschein ist und ich keine Unangenehmlichkeiten und Herausforderungen erfahre würde. Ganz im Gegenteil!  Der wesentliche Unterschied besteht darin, dass ich diese ganze Palette an Gefühlen und die unzähligen Facetten des Lebens ganz bewusst wahrnehme und fühle. Und ich stehe noch ganz am Anfang meiner Reise, erst bin ich zum Leben erwacht, aber wie ein Kind tauche ich voller Begeisterung, Offenheit und Freude einfach ein in dieses Leben.

Es ist niemals zu spät

Lange Zeit war für mich mein Leidensweg unerklärbar und schwer annehmbar. Heute bin ich unendlich dankbar dafür. Ich weiss, dass ich genau durch dieses Leid hindurchgehen musste, um in meine wahre Kraft zu finden bzw. zu der Person zu werden, die ich heute bin – eine immer währende Lernende auf ihrer einzigartigen Reise durchs Leben.

Die bedeutsamste und beste Entscheidung traf ich am Tiefpunkt meines Lebens, in kompletter Erschöpfung, Verzweiflung und Aussichtslosigkeit. Jahrelang hatte ich mich angepasst, das Leben anderer gelebt, mir ein so winzig kleines Gefängnis gebaut, ich war so etwas von verkorkst und doch habe ich es geschafft, mich wieder daraus zu befreien. Damit habe ich das Unvorstellbare selbst erfahren. Und genau damit möchte ich dir Mut machen. Unser Leben bietet uns so unglaublich viele Möglichkeiten, wenn wir uns unserer Einzigartigkeit bewusst werden.

Du trägst bereits alles in dir, erlaube dir das zu sein, was du in Wirklichkeit bist. Du bist einzigartig! Die Entscheidung, dich den Möglichkeiten des Lebens zu öffnen, liegt nur bei dir. Entscheide dich für das Leben. Leben heisst Verantwortung zu übernehmen. Werde dir deiner Verantwortung bewusst! Es ist niemals zu spät dazu!

Hinterlassen Sie einen Kommentar






CAPTCHA-Bild
Bild neu laden